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Studiengang

Der  Masterstudiengang "Religion im kulturellen Kontext" ist ein konsekutiver, forschungsorientierter, interdisziplinärer Masterstudiengang. Die Regelstudienzeit beträgt 4 Semester. Es sind keine Studiengebühren außer den regulären Studiengebühren des Landes Niedersachsen zu zahlen. Absolvent(inn)en erwerben den Abschluss Master of Arts (M.A.): "Religion im kulturellen Kontext".

Dieser Studiengang ist erfolgreich akkreditiert durch die Akkreditierungskommission AQAS.

Profil und Ziele

Seit einigen Jahren lassen sich religiöse Wandlungsprozesse beobachten, die durch die scheinbar gegenläufigen Prozesse von Säkularisierung und „Wiederkehr des Religiösen“ ebenso wie durch Entwicklungen im Zuge von Globalisierungsprozessen (zum Beispiel Migration) und technisch-(natur)wissenschaftlicher Innovationen (zum Beispiel Gentechnik, Reproduktionstechniken) geprägt sind. Mit diesen Prozessen ist neben dem Interesse an Religion und Religionen vor allem der Bedarf an wissenschaftlicher Expertise gestiegen, um religiöse Wandlungsprozesse erklären und mit diesen umgehen zu können. Mit dem Masterstudiengang "Religion im kulturellen Kontext" (RikK) wird auf diesen Bedarf in innovativer Weise reagiert.

Die interdisziplinäre Struktur des Studiengangs, getragen von den Fächern Religionswissenschaft und Soziologie sowie evangelische und katholische Theologie, ermöglicht den Studierenden, eine solide und breite Methodenausbildung zu absolvieren. Auf dieser Basis erfolgt eine multiperspektivische Herangehensweise an das zentrale Themenfeld „Religion/-en als Integrations- und Konfliktfaktor / Religion im kulturellen Kontext“, das im Rahmen kultur- und sozialwissenschaftlicher Fragestellungen behandelt wird. Gleichzeitig wird eine klare studentische Profilbildung ermöglicht, denn Studierende entscheiden sich früh für einen religions- und sozialwissenschaftlichen oder einen theologischen Studienschwerpunkt.

Thematisch werden im Masterstudiengang die Wechselwirkungen von Religion/-en und säkularen Weltanschauungen, Gesellschaft und Kultur in den Blick genommen. Dabei steht das Integrations- und Konfliktpotenzial von Religion/en und Weltanschauungen im Zentrum des Interesses. Aufgrund der Mannigfaltigkeit der Spezialgebiete der Lehrenden und ihrer aktuellen Forschungsprojekte wird eine Annäherung an dieses Feld anhand verschiedenster Beispielthemen ermöglicht. Zugleich wird aber auch Wert darauf gelegt, die Studieninhalte kontinuierlich in größere Kontexte zu stellen, damit der Blick nicht beim thematischen oder fachlichen Tellerrand stehen bleibt.

Im Laufe des Studiums erlernen und vertiefen die Studierenden unterschiedliche grundlegende Fähigkeiten: Besonderes Gewicht wird auf die Vermittlung der Kompetenz gelegt, die Innen- und Außenperspektiven verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zu durchdenken und sie anhand wissenschaftlicher Kriterien zu reflektieren sowie zu erklären. Auf dieser Grundlage lernen die Studierenden sich methodisch fundiert mit selbstgewählten Forschungsfeldern auseinanderzusetzen. Die dafür notwendige methodische Ausbildung erfolgt wahlweise im Bereich hermeneutischer Methoden oder den Methoden der empirischen Sozialforschung (qualitativ oder quantitativ).

Des Weiteren werden die Studierenden befähigt, die neu erworbenen Fähigkeiten auch in außeruniversitären Arbeitsfeldern anzuwenden und so individuelle berufliche Wege aktiv selbst zu gestalten. Betätigungsmöglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen eröffnen sich zum Beispiel in der inner- und außeruniversitären Religionsforschung, der Menschenrechts- und Entwicklungszusammenarbeit oder in Institutionen für Migration und Integration.