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Prof. Dr. Wanda Alberts

Warum sollte man sich heute wissenschaftlich mit Religion auseinandersetzen?

Gerade in einer Zeit, in der in den unterschiedlichsten Kontexten viel (auch viel Unsinniges und Unreflektiertes) über Religion gesprochen wird, ist die wissenschaftliche Perspektive auf Religion unentbehrlich. Das, was „Religion“ genannt wird, ist ein Gegenstandsbereich der Wissenschaft wie andere Bereiche auch. Es ist wichtig, zwischen dem zu unterscheiden, was aus wissenschaftlicher Perspektive und was aus anderen (z.B. religiösen oder anti-religiösen) Perspektiven über Religion gesagt wird.

 

Was ist das Besondere am M.A. Studium in Hannover (fachlich und örtlich)

Der MARIKK ist ein Studiengang, in dem das Thema „Religion im kulturellen Kontext“ aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven beleuchtet wird. Hierbei entscheiden sich die Studierenden zwischen einer theologischen und einer kultur- und sozialwissenschaftlichen Säule. Für Religionswissenschaftler ist besonders die Zusammenführung der Perspektiven aus Religionswissenschaft, Kulturanthropologie und Soziologie interessant, welche die kultur- und sozialwissenschaftliche Säule ausmacht. D.h. trotz interdisziplinärer Zusammenarbeit ist die klare kultur- und sozialwissenschaftliche Verankerung deutlich. Hierbei ist die internationale Ausrichtung der beteiligten Fächer hervorzuheben, an welcher die Studierenden auf unterschiedliche Art (Austausch, Gastdozenten, Gastvorträge, Konferenzen) partizipieren können.

 

 

Welche Perspektive tragen Sie zum MARikK bei?

Ich stehe vor allem für eine international orientierte kulturwissenschaftliche Religionswissenschaft. Dies kommt in Lehrveranstaltungen zur Reflexion von Theorie und Methodik der Religionswissenschaft, aber auch in thematischen Seminaren zu Aspekten von Religion in der Gegenwart (sei es in den Bereichen Politik, Recht, Bildung etc.) zum Ausdruck. Hierbei vertrete ich konsequent eine vergleichende Perspektive, die Debatten, religions- und länderspezifische Charakteristika immer in ihren Kontexten und im Vergleich zu anderen Kontexten behandelt. Einen besonderen Schwerpunkt stellet hierbei der Themenbereich Religion und Säkularität in Europa, vor allem in Bezug auf  die skandinavischen Länder, dar. Diesbezüglich bestehen diverse Kontakte mit Wissenschaftlern und Universitäten in den unterschiedlichen Ländern. Im Bereich Religion und Bildung ist als wichtigstes internationales Netzwerk die EASR Working Group of Religion in Secular Education zu nennen, die ich gemeinsam mit dem Honorarprofessor unserer Abteilung, Tim Jensen, leite. Diese Zusammenarbeit ermöglicht immer wieder thematische Anknüpfungen zu Themen des MARIKK.

 

Weitere Informationen, wie z.B. Sprechzeiten finden sie hier.